Mainburg hat jetzt auch einen Gasteig

31.03.2019
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Sehr gut besucht waren die Konzerte des Hallertauer Kammerorchesters in der Halle von Auto Köhler schon immer. Und die vierte Auflage am 30. März 2019 setzte noch einen drauf, denn erschienen waren rund 100 Gäste mehr als im Vorjahr. Damit durfte sich der Rotary Club Mainburg über gut 400 Besucher freuen – und mithin all diejenigen, die vom Club weltweit, aber auch am Ort, unterstützt werden.

Mainburg – Wie sehr dieses Ensemble im fünften Jahr seines Bestehens mittlerweile in der Region verwurzelt ist, zeigte die Begeisterung der Gäste. Das wurde auch vom 1. Bürgermeister der Stadt Mainburg, Josef Reiser, auf den Punkt gebracht: „Das Kammerorchester ist nicht nur für Mainburg eine Bereicherung, sondern für die ganze Holledau“. Stimmt genau. Was auch stimmt: „Herzlich willkommen im größten Konzertsaal in Mainburg – im Mainburger Gasteig“. So begrüßte Pfarrer Frank Möwes, Initiator des Hallertauer Kammerorchesters, die Gäste. Und beschrieb damit zugleich treffend die großartige Atmosphäre in der etwa 1.000 m² großen Ausstellungshalle von Auto Köhler. Zum vierten Mal schon trafen sich Kunstsinnige und Kulinarikfreunde an diesem Ort. Und zum vierten Mal in Folge wuchs die Zahl der Gäste, die dem Ruf des Rotary Clubs Mainburg gefolgt waren, um bei Musik und gutem Essen Geld für soziale Projekte zu sammeln. Ein riesen Erfolg für alle Beteiligten – und vor allem für all diejenigen, denen das Geld zugutekommt.

2019 fließt ein Großteil der Spenden nach Ghana, wo eine Schule gebaut wird. Aber auch quasi vor der Haustür unterstützen die Holledauer Rotarier die Tafeln in Mainburg und Rottenburg, fördern durch Büchereigutscheine und Vorlesenachmittage die Lesebegeisterung von Erstklässlern und unterstützen im Rahmen des deutschlandweiten Projekts „Klasse 2000“ die Grundschule Mainburg. Weitere Projekte: Kinder- und Seniorenhilfe in der Ukraine und eine Kindertagesstätte in Brasilien, wo seit gut zwei Jahrzehnten schon etwa 120 Kindern im Alter von fünf bis 14 Jahren unter die Arme gegriffen wird. Die Besonderheit: die Rotarier stellen nicht bloß das Geld zur Verfügung, sondern gewährleisten mit regelmäßigen Besuchen vor Ort, dass damit auch tatsächlich die beabsichtigten Zwecke erreicht werden.

Das Konzert selbst spannte sich von Oper bis Filmmusik. Solist des Abends war 2019 der 21-jährige Bariton Felix C. Groll. Stücke vor der Pause waren beispielsweise die „Morgenstimmung“ aus Peer Gynt von Edward Grieg, „Der Vogelfänger“ aus Mozarts Zauberflöte und „Pomp and Circumstance“ von Edward Elgar. Nach der Pause wurde der Ausstellungssaal zur musikalischen Leinwand unter anderem für die größten Filmmusikhits der Westerngeschichte. Bei den Instrumentals von „Die glorreichen 7“ und „C´era una Volta il Vest“ aus „Spiel mir das Lied vom Tod“ liefen mit Sicherheit bei allen Gästen die entsprechenden Filme vor dem inneren Auge. Auch 2019 wieder gesetzt: Paul Grasmeier (Espert-Klause in Mainburg), der wieder bestens dafür sorgte, dass neben so viel Kultur auch das leibliche Wohl der Gäste nicht zu kurz kam.

Und auch wenn es sich mittlerweile schon rumgesprochen hat: Mit dem Karten besorgen sollten sich Interessierte zum nächsten Termin 2020 nicht allzu lange Zeit lassen. Denn der kommt wieder schneller, als man „Hallertauer Kammerorchester? Do miaß´ ma fei hi!“ sagen kann.

 

Bilder: J.Rudloff, The Sour Cherry Werbeagentur